Topfhaus im
Alten Botanischen Garten

Nach der denkmalgerechten Sanierung des historischen Gebäudes bestand meine Aufgabe in der Gestaltung der Innenräume. Ziel war es, dem Haus mehr Wohnlichkeit und Atmosphäre zu geben und zugleich eine Einrichtung zu entwickeln, die den sehr unterschiedlichen Nutzungen des Topfhauses gerecht wird – von Veranstaltungen und Feiern bis zu Ausstellungen und kulturellen Formaten.

Fotos

Topfhaus-Stiftung Kiel

Auftraggebende

Alter Botanischer Garten, Kiel

Ort

Jahr

2025

Interior Design · Raumplanung · Licht- und Farbkonzept

Umfang

Beteiligte

Topfraum in Topfhaus des Alten Botanischen Gartens in Kiel.
Ein Raum mit rosa Wänden, einem Fenster auf der linken Seite, auf dem Boden Fliesen in einem rot-weißen Muster. An der Wand hängen zwei Bilder, eines in einem schwarzen Rahmen, das andere in einem weißen Rahmen. Ein gepolsteter Sitz oder Bank ist unter den Bildern, mit einem kleinen schwarzen Tisch davor.
Ein heller, moderner Raum mit weißen Tischen, schwarzen Stühlen und großen Fenstern mit roten Rahmen, an den Wänden sind vier Bilder mit abstrakten Kunstwerken. Es gibt Vorhänge an den Fenstern, einen modernen Deckenleuchter und eine Stehlampe in der Ecke.

Das 1884/85 errichtete Topfhaus bildete ursprünglich den Kern einer größeren Gewächshausanlage des Botanischen Gartens und wurde unter anderem zum Umtopfen seltener und exotischer Pflanzen genutzt. Nach der denkmalgerechten Sanierung bestand meine Aufgabe darin, die Innenräume für ihre heutige Nutzung neu zu gestalten.

Die Gestaltung musste sehr unterschiedliche Nutzungen miteinander verbinden. Das Topfhaus sollte wohnlicher und einladender werden, ohne den besonderen Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes zu überlagern. Gleichzeitig sollte sich die Atmosphäre der Räume je nach Anlass verändern können – vom zurückgenommenen Rahmen für eine Ausstellung bis zum lebendigen, atmosphärischen Ort für Veranstaltungen und Feiern.

Farben, Materialien, Möblierung und Licht nehmen die vorhandene Architektur auf, ohne sie historisierend fortzuführen. Ziel war vielmehr, den Bestand selbstverständlich in die Gegenwart zu übersetzen und ihm eine neue, zeitgemäße Ebene hinzuzufügen.

Ein Treppenabsatz mit braunen Stufen, einer weißen Mauer aus Ziegeln im Hintergrund, einer schwarzen Metallhandläufe und eine Holzvertäfelung an der Seite.
Blick auf eine Treppe in einem Kunstmuseum mit weißen Wänden, die mehrere farbenfrohe Kunstwerke in schwarzen Rahmen zeigen, und eine Deckenleuchte im oberen Bereich.
Wartezimmer mit mehreren schwarzen Stühlen, einem roten Hocker, einem Stehlampe und Bildern an der Wand.
Ein gemütliches Café mit einem hohen schwarzen Tisch und zwei schwarzen Hockern vor einer roten Wand. An der Wand hängt ein abstraktes Kunstwerk in einem schwarzen Rahmen.

Bestand und Gegenwart

Ein wiederkehrender Akzent im Farbkonzept ist ein warmer, erdiger Rotbraunton. Im Eingangsbereich prägt er den gesamten Raum, in anderen Bereichen erscheint er gezielt auf einzelnen Wandflächen und verbindet so die unterschiedlichen Räume miteinander. Auch historische Bezüge wurden neu interpretiert: Ein alter Stich des Botanischen Gartens mit dem Topfhaus, der zuvor in einer Schauvitrine gezeigt wurde, wurde als individuell gestaltete Wandtapete großformatig in den Raum übertragen. So wird die Geschichte des Hauses sichtbar, ohne die Gestaltung historisierend wirken zu lassen.

Sitzbereich im Topfhaus Kiel mit großformatiger Wandtapete nach einem historischen Stich des Botanischen Gartens.

Das Lichtkonzept ist auf die unterschiedlichen Situationen im Haus abgestimmt. Kunstwerke können bei Ausstellungen gezielt ausgeleuchtet werden, während für Veranstaltungen am Abend eine warme, atmosphärische Lichtstimmung entstehen kann. So verändert das Licht die Wirkung der Räume, ohne die Architektur selbst in den Hintergrund treten zu lassen.

Ein altes Backsteingebäude, das mit Efeu bedeckt ist, im Vordergrund ein grüner Rasen und Bäume, im Hintergrund moderne Bürogebäude.
Offener Fenster mit roten Rahmen vor einer weißen Wand, Blick nach draußen auf Bäume und eine Kirche im Hintergrund, lange weiße Vorhänge auf der linken Seite, darunter eine Fensterbank.
Empore im Topfraum